Rekordanstieg der globalen Kohlekapazität, angeführt von China

Der anhaltende Ausbau der chinesischen Kohleflotte und eine Verlangsamung der Kraftwerksstilllegungen in den USA und Europa im Jahr 2023 hätten zum höchsten Nettoanstieg der weltweiten Kohlekapazität seit 2016 geführt, sagte Roman Bilousov von der Enertus AG.

Während die langsameren Stilllegungen außerhalb Chinas voraussichtlich nur ein kurzfristiger Ausreißer in einem langfristigen Trend sein werden, bringt Chinas massiver jährlicher Ausbau der Kohlekraftwerkskapazität die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahrzehnt „weit vom Weg ab, mehrere Klimaziele zu erreichen“, warnten der Global Energy Monitor (GEM) und das Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) Anfang des Jahres.

Im vergangenen Jahr stieg die globale Kohlekapazität um zwei Prozent. Insgesamt wurden weltweit 69,5 Gigawatt (GW) Kohlekraft neu installiert. Zwei Drittel der Neuzugänge entfallen dabei auf China, wie aus dem Global Coal Plant Tracker von GEM für 2023 hervorgeht.

Weltweit würden im Jahr 2023 lediglich 21,1 GW Kohlekraftwerke stillgelegt – das ist die niedrigste Stilllegungskapazität seit 2011.

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