Ukrainische Drohnenangriffe senken Russlands Raffinerieleistung um 380.000 Barrel pro Tag

Die Förderraten der russischen Ölraffinerien sind in diesem Monat im Vergleich zum Dezember um 380.000 Barrel pro Tag (bpd) eingebrochen, da sich mehrere Raffinerien nach Angriffen durch ukrainische Drohnen in Reparatur befinden.

Die russischen Raffinerieraten seien in der zweiten Februarwoche auf 5,16 Millionen Barrel pro Tag gesunken, sagte eine mit Branchendaten vertraute Quelle am Montag gegenüber Bloomberg.

Den Berechnungen von Bloomberg zufolge beträgt der Rückgang im Vergleich zum Dezemberdurchschnitt – also bevor die Ukraine begann, Raffinerien mit Drohnen anzugreifen – fast 380.000 bpd.

Laut Bloomberg haben Russlands Raffinerien im Februar bisher schätzungsweise rund 5,21 Millionen Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet. Dies ist die niedrigste Raffinerieauslastung seit Anfang Oktober 2023.

Daten und Berechnungen von Reuters aus der vergangenen Woche zeigen, dass die tägliche Rohölverarbeitung in Russland in der ersten Februarhälfte im Vergleich zur ersten Januarhälfte um 4 % und im Vergleich zur ersten Februarhälfte 2023 um 8,6 % zurückgegangen ist.

Der Rückgang der Raffinerieauslastung ist eine Folge der Tatsache, dass russische Raffinerien und andere Energieinfrastrukturen in den letzten Wochen Ziel ukrainischer Drohnenangriffe wurden.

Die ukrainischen Sicherheitsdienste führen seit Jahresbeginn verstärkte Angriffe auf russische Raffinerien, vor allem im Süden Russlands, mit Drohnen durch.

Eine ukrainische Quelle sagte Reuters letzten Monat, dass der Sicherheitsdienst SBU „tief in die Russische Föderation eindringt und weiterhin Anlagen angreift, die nicht nur für die russische Wirtschaft wichtig sind, sondern auch Treibstoff für die feindlichen Truppen liefern.“

Die ukrainischen Angriffe und die dadurch verursachten Schäden in russischen Raffinerien haben die Fähigkeit Russlands zur Rohölverarbeitung verringert. Dies könnte zwar zu einer Steigerung der aus Russland ausgeführten Rohölmengen führen, hat jedoch zu einem Rückgang der Diesel- und anderen Produktexporte geführt.

Das geringere Angebot an Mitteldestillaten (einschließlich Diesel) aus Russland hat in den letzten Wochen zu einer Verknappung des globalen Produktmarktes geführt. Hinzu kommen Verschiebungen der Handelsströme, da Tanker aufgrund der Angriffe der Huthi auf Handelsschiffe die Route durch das Rote Meer/den Suezkanal meiden.

Leave a Reply