In französischem Lagerhaus voller Batterien bricht Feuer aus
Am Samstag brach in einem Lager für Lithium-Ionen-Batterien in Südfrankreich in der Nähe von Toulouse ein Feuer aus.
Medienberichten zufolge befanden sich in dem Lagerhaus des örtlichen Recyclingunternehmens Société Nouvelle d'Affinage des Métaux 900 Tonnen Batterien. Reuters zitierte die örtlichen Polizeibehörden mit der Aussage, dass das Feuer am Sonntagabend unter Kontrolle sei. Reuters zitierte außerdem Le Monde mit der Meldung, dass 70 Feuerwehrleute den Brand bekämpften.
Die Publikation zitierte auch die örtliche Präfektur mit der Aussage, das Feuer brenne langsam und werde wahrscheinlich noch mehrere Stunden weiterbrennen. Medienberichten zufolge gab es keine Warnungen vor der Freisetzung gefährlicher Chemikalien. Ein örtlicher Beamter sagte im französischen Fernsehen, das Feuer stelle keine Gefahr für die Anwohner dar.
Lithium-Ionen-Batterien stellen eine ernsthafte Brandgefahr dar, die in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit erregt, da die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen und damit auch die Zahl der Brände bei Elektrofahrzeugen steigen. GM hat sogar Tausende seiner Chevy Bolt-Elektrofahrzeuge zurückgerufen, nachdem festgestellt wurde, dass die Batterie ein erhöhtes Entflammbarkeitsrisiko aufweist.
Es gab sogar Berichte über Brände auf Schiffen mit Elektrofahrzeugen, woraufhin einige Reedereien strengere Sicherheitsvorschriften für den Transport von Elektrofahrzeugen einführten. Eine norwegische Reederei hat Elektrofahrzeuge auf ihren Schiffen wegen der Brandgefahr der Batterien gänzlich verboten.
Das Problem bei Bränden von Lithium-Ionen-Batterien besteht darin, dass sie schwieriger zu löschen sind und es keine Garantie dafür gibt, dass sie nicht erneut ausbrechen. Der Grund dafür ist das sogenannte „thermische Durchgehen“, bei dem es sich im Wesentlichen um einen Teufelskreis aus Überhitzung und Entzündung handelt.
„Auch wenn es aussieht wie ein Plastiktank auf dem Boden, bestehen diese Batterien aus Tausenden dieser kleinen Batteriezellen und es braucht nur eine davon, um das Feuer erneut zu entfachen“, sagte Brian O'Connor, technischer Serviceingenieur bei der US-amerikanischen National Fire Protection Association, kürzlich gegenüber Business Insider.