Der europäische Batteriespeicherboom ist eine 84-Milliarden-Dollar-Investitionschance

In Europa steht ein Boom bei der Installation von Batteriespeichern bevor. Die netzweite Kapazität dürfte sich bis zum Ende dieses Jahrzehnts versiebenfachen und bis 2050 Gesamtinvestitionsmöglichkeiten in Höhe von 84 Milliarden Dollar (78 Milliarden Euro) bieten, so Aurora Energy Research in einem neuen Bericht dieser Woche.

Als Schlüsselfaktor für den Ausbau erneuerbarer Energien wird die Entwicklung von Batteriespeichern bis 2030 einen massiven Aufschwung erleben. Dies geht aus dem European Battery Markets Attractiveness Report von Aurora Energy Research hervor. In dem Bericht werden 24 Länder untersucht, um herauszufinden, welche die attraktivsten Investitionsmöglichkeiten für Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) bieten.

Aurora geht davon aus, dass die in Europa installierte BESS-Kapazität im Netzmaßstab von 7,1 Gigawatt (GW) im dritten Quartal 2023 auf 51 GW im Jahr 2030 und 98 GW bis 2050 steigen wird.

Insgesamt würden diese Kapazitätserweiterungen eine kumulierte Investitionsmöglichkeit von 84 Milliarden Dollar (78 Milliarden Euro) bis 2050 darstellen, einschließlich der Möglichkeiten zur Repowering, wies Aurora darauf hin.

Laut Aurora werden Großbritannien, Italien und Irland bei Investitionen in netzdimensionierte Batteriespeicher die Nase vorn haben, dank solider Spreads, starker politischer Unterstützung und Kapazitätsmarktvergütungen.

Großbritannien ist dank attraktiver und stapelbarer Einnahmequellen der attraktivste Markt in Europa. Großbritannien hat laut Aurora auch die größte installierte Kapazität sowie die größte in Planung befindliche Kapazität.

Die Zahl der in Großbritannien geplanten Energiespeicherprojekte ist in den letzten 12 Monaten um zwei Drittel gestiegen, teilte RenewableUK Ende letzten Jahres mit. Die operative Batteriespeicherkapazität ist auf 3,5 GW angewachsen, und die Kapazität der im Bau befindlichen Projekte hat 3,8 GW erreicht, wie aus dem EnergyPulse Energy Storage-Bericht von RenewableUK hervorgeht. Weitere 24,5 GW wurden genehmigt, 27,4 GW wurden im Planungssystem eingereicht und 25,7 GW befinden sich in einem frühen Entwicklungsstadium, müssen aber noch eingereicht werden.

Trotz der Attraktivität der Energiespeicherung in Batterien als Wegbereiter für mehr erneuerbaren Strom „ist die Navigation auf den Batteriemärkten eine Herausforderung, und Entwickler und Investoren müssen sich gleichermaßen auf die Komplexität einstellen, um ein überzeugendes Geschäftsmodell zu liefern, oder nach öffentlichen Förderprogrammen Ausschau halten, die ihnen den Start in den aufstrebenden Speichermärkten erleichtern können“, sagte Ryan Alexander, Forschungsleiter für europäische Strommärkte bei Aurora Energy Research.

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