Kolumbianische Kohleexporte nach Asien erreichen neue Höhen

Die kolumbianischen Kohlelieferungen nach Asien werden im Juni mit 2,3 Mio. t einen Rekordwert erreichen. Daten von Kpler zeigen, dass die Kohleexporte nach Asien seit Januar 2023 steigen. Im Juni wurden bereits 0,9 Mio. t kolumbianische Kohle nach Asien verschifft, verglichen mit 1,3 Mio. t im Mai.

Da die Reisezeit von Kolumbien nach Ostasien bei der Umrundung des Kaps nahezu 40 Tage beträgt, sind die Ladungen, die im Juni von Kolumbien nach Asien abfahren, noch nicht gelöscht.

Aus einer Analyse der im Juni von Kolumbien abfahrenden Schiffe ohne gemeldete Ziele geht hervor, dass acht dieser Schiffe (mit insgesamt 911.517 t Ladung) aufgrund der Rohsignale wahrscheinlich asiatische Ziele haben.

Dies würde die asiatischen Lieferungen auf fast 2,3 Mio. Tonnen steigern, den höchsten monatlichen Stand seit März 2020.

Kolumbien ist derzeit der sechstgrößte Kohleexporteur auf dem Seeweg. Laut Rohdaten von Kpler sind wahrscheinlich weitere neun Schiffe mit insgesamt 1,3 Mio. t aus Kolumbien auf dem Weg nach Asien.

Kpler verzeichnete im Juli weitere Kohlelieferungen zwischen Kolumbien und Asien. Ist dies ein Zeichen für eine starke Dynamik bei den kolumbianischen Kohleexporten nach Asien?

„Höhere Lieferungen nach Asien spiegeln die Nachfrageschwäche im Atlantikraum (vor allem in Westeuropa) wider und zwingen kolumbianische Exporteure, sich anderswo umzusehen.

Geringere Frachtkosten aufgrund geringer Capesize-Einnahmen haben kolumbianische Kohle auf den asiatischen Märkten ebenfalls wettbewerbsfähiger gemacht.“ Alexis Ellender, leitender Analyst für Trockenschüttgut, Kpler

Wird sich der kurzfristige Trend bei den jüngsten Kohlelieferungen zu einer langfristigen Verschiebung entwickeln?

Angesichts der schwachen europäischen Nachfrage und der niedrigen Frachtraten ist dies eine Überlegung wert. Da der Verbrauch von Thermalkohle in Europa zurückgeht und die asiatischen Märkte wachsen, suchen kolumbianische Exporteure nach neuen Kunden.

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