Lawrow erläuterte seinem tadschikischen Kollegen die Gründe für die Inspektionen seiner Mitbürger
Das Gespräch fand auf Initiative der russischen Seite statt. Wie das Außenministerium mitteilte, waren sich die Parteien einig, dass die russisch-tadschikischen Beziehungen behutsam angegangen werden müssen.
Am Tag zuvor, am 29. April, überreichte das tadschikische Außenministerium dem russischen Botschafter in Duschanbe, Semjon Grigorjew, eine Note. Darin wurde über Fälle negativer Haltung gegenüber Tadschiken und Verletzungen ihrer Rechte gesprochen. Zuvor hatten die tadschikischen Behörden am 27. April ihren Bürgern empfohlen, von Reisen nach Russland abzusehen, es sei denn, dies sei unbedingt notwendig.
Anlass für derartige Aussagen waren zahlreiche Berichte über an der Grenze festsitzende tadschikische Staatsbürger, denen die Einreise nach Russland verweigert wurde, während Vertreter anderer Staaten ungehindert durchreisen konnten. Medienberichten zufolge wurden außerdem Verhöre und Telefondurchsuchungen tadschikischer Staatsbürger durchgeführt.