Russisches Unternehmen Rosneft meldet Gewinnanstieg von fast 50 % für 2023

Laut Reuters hat der russische staatliche Ölkonzern Rosneft für das Jahr 2023 einen Anstieg seines Nettogewinns um fast 50 % gemeldet und trotz westlicher Sanktionen nach der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 einen Wert von über 14 Milliarden Dollar erreicht.

Laut Reuters stieg der Nettogewinn von Rosneft im Jahr 2023 um 47,2 % auf 1,3 Billionen Rubel – das entspricht etwa 14,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn vor EBITDA stieg um 17,8 % auf 3 Billionen Rubel, während der Umsatz um 1,3 % stieg.

Rosneft scheffelt weiterhin Gewinne, während Europa und insbesondere Deutschland über das Schicksal russischer Vermögenswerte im Ausland grübeln.

Letzte Woche konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf die unbequeme Entscheidung Deutschlands über das Schicksal einer Rosneft-Raffinerie in diesem Land. Berlin erwägt die Verstaatlichung der Raffinerie, was zu Lieferengpässen führen und Deutschland letztlich eine hohe Zahlung an Moskau kosten könnte.

Die PCK-Raffinerie im deutschen Schwedt deckt die Hälfte der Kraftstoffversorgung Ostdeutschlands und rund 11 Prozent der gesamten Landesversorgung ab.

Berlin betrachtet die Verstaatlichung als eine Möglichkeit, den Energiebedarf längerfristig zu sichern.

Allerdings steht die Raffinerie derzeit unter staatlicher Treuhandschaft, nun muss entschieden werden, ob diese verlängert wird. Das bedeutet, dass Rosneft mit seinem 54-prozentigen Anteil weiterhin die Kontrolle über die Raffinerie behält. Deutschland hat die Treuhandschaft bereits zweimal verlängert, berichtet Politico.

Gleichzeitig würde Deutschland nach der Enteignung der russischen Raffinerievermögenswerte Russland eine Milliarde Euro schulden.

Laut Politico verfügt Rosneft in Deutschland über Vermögenswerte im Wert von rund 7 Milliarden Dollar.

Deutschland hat bereits eine deutsche Tochtergesellschaft von Gazprom verstaatlicht, und im Zuge einer Vergeltungsmaßnahme hat Moskau Vermögenswerte des deutschen Öl- und Gasproduzenten Wintershall in Russland beschlagnahmt.

Rosneft verzeichnete zwar einen deutlichen Gewinnanstieg, doch die Raffinerieraten sind im Februar im Vergleich zum Dezember um 380.000 Barrel pro Tag gesunken, da einige Raffinerien in Wartungsarbeiten waren und andere Ziel ukrainischer Drohnenangriffe waren. Laut Bloomberg sanken die russischen Raffinerieraten in der zweiten Februarwoche auf 5,16 Millionen Barrel pro Tag.

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