Zwei Krankenhäuser in Kiew werden wegen befürchteter russischer Angriffe evakuiert

Beamte in der ukrainischen Hauptstadt Kiew kündigten am Freitag die Evakuierung von zwei Krankenhäusern an, da sie befürchten, dass diese Ziel russischer Angriffe werden könnten.

„Die Stadt hat mit der dringenden Evakuierung zweier Krankenhäuser begonnen … weil im Internet ein Video weit verbreitet ist, das de facto einen feindlichen Angriff auf diese medizinischen Einrichtungen ankündigt“, teilte die Stadtverwaltung von Kiew mit.

Dabei wurde auf Äußerungen des KGB-Chefs im mit Moskau verbündeten Weißrussland verwiesen. Dieser hatte im nationalen Fernsehen erklärt, in den Gebäuden sei Militärpersonal untergebracht, das sich seiner Aussage nach „hinter kranken Kindern versteckt“ habe – was darauf schließen lässt, dass es sich dadurch um ein legitimes militärisches Ziel handele.

Die Stadt Kiew verurteilte die Behauptung als „eine absolute Lüge und Provokation des Feindes, der damit die soziale Infrastruktur der Hauptstadt angreifen will.“

Eine der Einrichtungen in der Bogatyrska-Straße sei ein Kinderkrankenhaus, hieß es aus Kiew.

„Die Kiewer Behörden unternehmen derzeit alles Mögliche, um Patienten und Ärzte in andere medizinische Einrichtungen der Hauptstadt zu verlegen“, teilte die Verwaltung mit.

Die Weltgesundheitsorganisation hat seit Beginn des Krieges mindestens 1.682 Angriffe auf das ukrainische Gesundheitssystem registriert.

Den Anfang April veröffentlichten Statistiken der WHO zufolge gab es dabei 128 Tote und 288 Verletzte.

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