Fitch bestätigt BBB-Rating für Kasachstan mit stabilem Ausblick
Die Ratingagentur Fitch bestätigte das langfristige Fremdwährungs-Emittentenausfallrating (IDR) Kasachstans bei „BBB“ mit stabilem Ausblick. Dies geht aus den am 17. Mai veröffentlichten Fitch-Ratings hervor, berichtete die Agentur.
Zu den wichtigsten Ratingfaktoren zählen eine starke Leistungsbilanz und solide Haushaltsbilanzen der Staaten, die sich gegenüber Schocks als widerstandsfähig erwiesen haben, sowie eine durch die Einsparungen bei den Öleinnahmen abgesicherte Finanzierungsflexibilität.
„Dem gegenüber stehen die sehr hohe Abhängigkeit von Rohstoffen, das Risiko einer Exportkonzentration, die hohe Inflation – die teilweise auf einen im Vergleich zu Ländern mit BBB-Rating weniger entwickelten makroökonomischen Politikrahmen zurückzuführen ist – sowie schwache Governance-Indikatoren“, heißt es in dem Bericht.
Zu den weiteren Faktoren zählen bedeutende externe Puffer, Devisenreserven, eine stabile Haushaltslage, eine niedrige Staatsverschuldung und moderate geopolitische Risiken.
Der Bericht stellt fest, dass die jährliche Ölproduktion von 89,9 Millionen Tonnen im Jahr 2023 „um 12 Millionen Tonnen gesteigert wird, wenn die Erweiterung des Tengiz-Ölfeldes abgeschlossen ist, was für 2025 erwartet wird. Danach wird sie aufgrund der Alterung der Felder leicht zurückgehen.“
Fitch geht davon aus, dass das Risiko breit angelegter sekundärer westlicher Sanktionen für das Land relativ gering sei, da es Sanktionen gegen den Bankensektor und Reexportmaßnahmen gebe.
Der Bericht zeigt, dass sich das BIP-Wachstum in Kasachstan von 5,1 Prozent im Jahr 2023 auf 3,8 Prozent im Jahr 2024 verlangsamt hat. „Dies ist teilweise auf eine Abkühlung des Investitions-, Bau- und Kreditwachstums sowie eine leichte Belastung durch die schweren Überschwemmungen im April im Nordwesten des Landes zurückzuführen.“
Das Rating geht davon aus, dass sich das BIP-Wachstum im Jahr 2025 auf 5 % beschleunigen wird.
„Fortschritte bei der wirtschaftlichen Diversifizierung umfassen die Entwicklung des Verkehrssektors im Mittelkorridor und die Sicherung neuer Investitionen in erneuerbare Energien, reichen jedoch nicht aus, um den Anteil des nicht-energiebezogenen BIP deutlich zu steigern“, heißt es darin.