Indien: Gesamtkohleproduktion dürfte 2023 eine Milliarde Tonnen überschreiten
Die Parlamentsmitglieder würdigten die Bemühungen des Kohleministeriums zur Steigerung der heimischen Kohleproduktion und machten wertvolle Vorschläge.
Der indische Minister für Kohle, Bergbau und Parlamentsangelegenheiten, Shri Pralhad Joshi, sagte, da sich der Stromverbrauch pro Kopf in Indien bis 2030 wahrscheinlich verdoppeln wird, müsse die Energiesicherheit des Landes durch Konzentration auf Kohleproduktion und -abnahme weiter gestärkt werden. Der Minister hielt gestern hier eine Rede vor dem Beratungsausschuss des Kohleministeriums. Shri Joshi informierte die Ausschussmitglieder darüber, dass die inländische Kohleproduktion und -verfügbarkeit in den letzten Jahren aufgrund einer Reihe innovativer Maßnahmen des Kohleministeriums erheblich gestiegen sei.
Im Rahmen der im Jahr 2020 gestarteten, völlig transparenten Online-Auktion für kommerzielle Kohlebergwerke wurden bisher 91 Bergwerke erfolgreich versteigert. Die 9. Tranche der kommerziellen Auktion wurde am 20. Dezember 2023 gestartet, sagte der Minister. Der Minister informierte die Mitglieder, dass das Kohleministerium die während des Treffens angesprochenen Probleme/Bedenken prüfen wird, um geeignete Abhilfemaßnahmen zu ergreifen.
Zuvor hielten der Sekretär des Kohleministeriums, Shri Amrit Lal Meena, zusammen mit dem stellvertretenden Sekretär und benannten Vertreter, Shri M. Nagaraju, vor dem Ausschuss eine ausführliche Präsentation zum Thema „Kommerzielle und private Kohleproduktion, Strategien zur Verbesserung der Kohleverfügbarkeit“. Die jüngsten bahnbrechenden Initiativen des indischen Kohlebergbausektors wurden in der Präsentation ebenfalls hervorgehoben.
Die leitenden Funktionäre gaben zunächst einen kurzen Überblick über die gesamte Kohleproduktion Indiens und insbesondere über die Kohleproduktion aus Eigennutzung und kommerziellen Minen. Es wurde mitgeteilt, dass vor 2014 insgesamt 218 Kohleblöcke für Eigennutzungszwecke zugeteilt wurden, die Zuteilung von 204 Minen jedoch 2014 vom Obersten Gerichtshof abgelehnt wurde. Danach wurden im Oktober 2014 die CMSP-Verordnung und im März 2015 das CMSP-Gesetz erlassen. Im Zeitraum 2014–2020 wurden 100 Kohleblöcke durch 10 Auktionstranchen und 9 Zuteilungstranchen an PSUs für die Eigennutzung zugeteilt, von diesen 100 Blöcken wurden jedoch 22 storniert.
Im Juni 2020 startete Premierminister Shri Narendra Modi die allererste Auktionsrunde für kommerzielle Kohlebergwerke. Insgesamt wurden 7 Tranchen von Auktionen für Blöcke zur kommerziellen Nutzung abgeschlossen und die 8. und 9. Tranche der Auktion sind im Gange. 98 Blöcke wurden erfolgreich versteigert, von denen 7 abgebrochen wurden. Die jährliche Kohleproduktionskapazität dieser 91 Kohleblöcke beträgt etwa 221 Tonnen. Nach der vollständigen Inbetriebnahme werden in diesen 91 Bergwerken Investitionen von etwa 33.136 Crore Rupien getätigt und Beschäftigungsmöglichkeiten für etwa 300.000 Mitarbeiter geschaffen. Neun kommerzielle Blöcke haben eine Genehmigung zur Eröffnung der Mine erhalten, von denen sechs bereits in Produktion sind und die restlichen drei in Kürze die Produktion aufnehmen werden.
Die Kohleproduktion aus privaten/kommerziellen Minen ist von 2015–16 bis 2020–23 von ca. 28,62 MT auf 116,55 MT gestiegen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 22,21 %. Im GJ 23–24 wird sie voraussichtlich einen Wert von ca. 145 MT erreichen. Es wird erwartet, dass die Kohleproduktion aus privaten/kommerziellen Minen bis zum GJ 2030 ein Niveau von ca. 350 MT erreichen und damit knapp neben der CIL-Produktion liegen wird. Der Beitrag privater und kommerzieller Minen zur gesamten inländischen Produktion beträgt im GJ 22–23 ca. 13 % und wird im GJ 2030 auf ca. 25 % steigen. Das Kohleministerium bemüht sich intensiv, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von Kohle in Indien zu schließen. Es wird erwartet, dass bis zum GJ 2026 der Bedarf des Landes an Thermalkohle durch inländische Kohle gedeckt wird.