Kasachstan startet globale Schach-Mentoring-Initiative
Der kasachische Schachverband (KazChess) führt seit zwei Monaten ein Trainerassistenzprogramm für Kollegen aus Oman, Tadschikistan und Sri Lanka durch und plant, auch Bangladesch und Kambodscha einzubeziehen, berichtete die Pressestelle des Verbands am 4. Juni.
Bildnachweis: Kasachstans Schachverband
Das Programm umfasst einen zweimonatigen Aufenthalt der Trainer in den jeweiligen Ländern und einen achtwöchigen Online-Kurs. Möglich wurde dies durch das Projekt Freedom Asian Chess Initiatives, das KazChess in Partnerschaft mit FIDE, dem asiatischen Schachverband, und mit Unterstützung des Hauptsponsors Freedom Holding Corp. durchführt.
Laut Timur Turlov, dem Präsidenten des Verbandes, ist die kasachische Schachschule eine der stärksten der Welt. Kasachische Spieler werden regelmäßig Sieger und Preisträger bei internationalen Wettbewerben, und die Damenmannschaft gehört zu den besten der Welt.
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„All dies gibt nicht nur Vertrauen in zukünftige Ergebnisse, sondern ist auch ein Grund, über die Notwendigkeit nachzudenken, die gesammelten Erfahrungen zu teilen und zur Entwicklung und Popularisierung des Schachspiels weltweit beizutragen. Aus diesem Grund haben wir das Coaching-Unterstützungsprogramm für Kollegen aus mehreren asiatischen Ländern ins Leben gerufen. Wir glauben, dass diese Initiative die Position Kasachstans innerhalb des asiatischen Schachverbands stärken und das allgemeine Niveau der Schachvorbereitung auf dem Kontinent erhöhen wird“, sagte er.
Im Rahmen des Programms arbeitet der bekannte kasachische Schachspieler und internationale Meister Yevgeniy Vladimirov mit Schachspielern aus Tadschikistan. Der internationale Meister und kasachische Meister von 2013 Kirill Kuderinov trainierte in Sri Lanka und Trainer Dmitriy Stativkin betreut die omanische Nationalmannschaft.
„An dem von Großmeister Vladimirov geleiteten Seminar in Duschanbe nahmen Mitglieder der Junioren- und Jugendnationalmannschaften Tadschikistans teil. Für die meisten von ihnen war es die erste Erfahrung im Umgang mit einem Schachspieler dieses Kalibers. Er baute ein gutes Verhältnis zu den jungen Schachspielern auf“, sagte Ilhom Yunusov, Geschäftsführer des Schachverbandes Tadschikistans.
Das von der FIDE unterstützte Projekt „Schach in der Schule“ sieht zudem methodische Unterstützung für Lehrer vor. Der Verband ist überzeugt, dass diese Initiative auch die internationale Zusammenarbeit stärkt.