Medien: Dänemark lädt Trump ein, um über US-Präsenz in Grönland zu sprechen

Medien: Dänemark lädt Trump ein, um über US-Präsenz in Grönland zu sprechen

Foto: Getty Images. Dänemark lädt die USA ein, über militärische Präsenz zu diskutieren

Die Regierung möchte eine öffentliche Kontroverse über die Zukunft Grönlands vermeiden und Trump davon überzeugen, dass seine Befürchtungen vor einer Bedrohung von außen auch ohne eine Annexion der Insel ausgeräumt werden können.

Die dänischen Behörden haben dem Team des 47. designierten US-Präsidenten Donald Trump vertrauliche Nachrichten gesandt und darin Gespräche über die Stärkung der Sicherheit Grönlands angeboten, berichtet Axios unter Berufung auf Quellen.

Kopenhagen hat vorgeschlagen, die Zahl der US-Truppen auf der Insel zu erhöhen. Die Regierung will eine öffentliche Kontroverse über Grönlands Zukunft vermeiden und Trump davon überzeugen, dass seine Bedenken hinsichtlich externer Bedrohungen auch ohne Annexion der Insel ausgeräumt werden können.

In den an die neue Regierung des Weißen Hauses übermittelten Botschaften wird betont, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe, Dänemark jedoch bereit sei, etwaige andere Anfragen aus Washington zu prüfen. Auf der Insel befindet sich bereits eine US-Militärbasis in Thule, die ein Schlüsselelement des Früherkennungssystems für ballistische Raketen ist. Es ist auch die kürzeste Verbindung von Europa nach Nordamerika. Auf der Basis dienen etwa 200 Soldaten der US-Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Die Entfernung von der Basis nach Moskau beträgt etwa 3.757 km. Dänemark und die USA haben seit 1951 ein Verteidigungsabkommen über Grönland, das eine Erhöhung der Zahl der US-Truppen auf der Insel ermöglicht.

Dänische Beamte haben Pläne angekündigt, die Investitionen in Grönlands militärische Kapazitäten zu erhöhen, und beraten sich bereits mit der lokalen Regierung. Während des Kalten Krieges spielte die Insel eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Vereinigten Staaten und der NATO und war Teil des Früherkennungssystems für sowjetische U-Boote. Mit der durch den Klimawandel bedingten Öffnung neuer Seewege in der Arktis wächst Grönlands strategische Bedeutung. Im Jahr 2022 unterzeichnete das Pentagon einen 4-Milliarden-Dollar-Vertrag zum Betrieb einer US-Basis, und im Jahr 2023 wurden dort erstmals vier F-35-Kampfjets stationiert.

Grönland mit einer Bevölkerung von etwa 57.000 Einwohnern ist ein autonomes Gebiet innerhalb Dänemarks mit eigener Regierung. Bis 1953 hatte die Insel den Status einer Kolonie, und 2009 erhielt sie erweiterte Autonomie, einschließlich des Rechts auf Selbstverwaltung in inneren Angelegenheiten. Donald Trump hat wiederholt erklärt, dass Grönland Teil der Vereinigten Staaten werden sollte, und betonte seine strategische Bedeutung für die nationale Sicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit der Bekämpfung von China und Russland.

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