Kasachstans Kohleexporte über den Seeweg nehmen stark zu

Im Zeitraum Januar bis September 2022 stiegen die kasachischen Kohleexporte über den Seeweg auf 6,6 Mio. t (+3,1 Mio. t oder +85,6 % im Jahresvergleich). Die gesamten Kohleexporte Kasachstans beliefen sich auf 24,7 Mio. t (+1,9 Mio. t oder +8,1 % im Jahresvergleich).

Die harten internationalen Wirtschaftssanktionen gegen Russland sowie das Embargo auf russische Kohleexporte in europäische Länder ab Mitte August 2022 haben kasachischen Lieferanten die Möglichkeit eröffnet, ihre Kohlelieferungen in diese Richtung deutlich zu steigern. Darüber hinaus trug auch Polens Import- und Transitverbot für russische Kohle ab dem 16. April 2022 zum Wachstum der kasachischen Kohleexporte bei.
Der Seetransport kasachischer Kohle erfolgte über folgende Häfen:

Nord-West, gesamt: 3,7 Mio. t (+2,5 Mio. t oder +226,8% ggü. Vorjahr)

· Ventspils (2,0 Mio. t)
· Riga (0,66 Mio. t),
· Ust-Luga (0,45 Mio. t),
· Wyborg (0,30 Mio. t),
· sonstige (0,26 Mio. t.)

Schwarzes Meer und Asowsches Meer, gesamt: 3,0 Mio. t (+0,51 Mio. t oder +20,8 % ggü. Vorjahr)

· Taman (2,3 Mio. t),
· Kavkaz (0,26 Mio. t),
· Rostow (0,19 Mio. t),
· sonstige (0,25 Mio. t).

In den neun Monaten des Jahres 2022 sanken die kasachischen Kohletransporte über Land auf 18,0 Mio. t (-1,2 Mio. t oder -6,3 % ggü. Vorjahr), darunter Exporte nach Russland 15,7 Mio. t (+0,72 Mio. t oder +4,8 %), in die Ukraine 0,11 Mio. t (-2,3 Mio. t oder -95,4 %) und nach Polen 0,65 Mio. t (+0,6 Mio. t). Die Lieferungen über Land nach Usbekistan und Kirgisistan sanken auf 1,6 Mio. t (-0,14 Mio. t oder -8,1 %).

Die wichtigsten Kohleexporteure nach Europa sind kasachische Unternehmen wie Shubarkol Komir, Shubarkol Premium, Karazhyra, Maikuben West und Saryarka Energy.

Leave a Reply