Russische Kohleförderungssteuer soll erneut erhöht werden
Das russische Finanzministerium erwägt derzeit die Erhöhung der Mineralabbausteuer (MET) auf die Kohleproduktion. Diese Maßnahme wird die Steuerlast der Kohleindustrie angesichts sinkender Preise auf dem internationalen Markt deutlich erhöhen, was den Export von Kusbass-Thermalkohle in bestimmte Richtungen unrentabel macht.
Die Behörden hatten bereits im vergangenen Jahr eine Erhöhung des MWB in Erwägung gezogen, die Initiative wurde jedoch aufgrund der Einführung von Ausfuhrzöllen verschoben und auf Ersuchen des Ministeriums für Industrie und Handel bis Ende 2023 aufgehoben.
Die Steuerbelastung für Kohlebergleute wurde in den letzten Jahren mehrmals erhöht. Ab Anfang 2022 war der MET auf Kokskohle an internationale Notierungen gekoppelt und betrug 1,5 % des durchschnittlichen SGX TSI FOB Australia Premium Coking Coal Index anstelle des bisherigen Pauschalsatzes von 57 RUB/t.
Im Jahr 2023 wurde der MET für Anthrazit, Koks- und Kraftwerkskohle auf 380 RUB/t angehoben und im Herbst desselben Jahres wurden sämtliche Kohleexporte mit einem an den USD/RUB-Wechselkurs gekoppelten Zoll von 4-7 % belegt.
Angesichts der regelmäßigen Tariferhöhungen der Russischen Eisenbahnen, höherer Produktionskosten, Fracht- und Umschlagsraten sowie sinkender Indizes auf dem internationalen Kohlemarkt gibt die zusätzliche Erhöhung der MET Anlass zur Sorge.
Im Jahr 2023 sank die Kohleproduktion im Kusbass auf 214,2 Mio. t (-9,4 Mio. t oder -4,2 % ggü. Vorjahr), und die Exporte sanken auf 114 Mio. t (-6,2 Mio. t oder -5,2 % ggü. Vorjahr).