Lithium-Preissturz? Exxon sagt, kein Problem
Der Preis für Lithium mag gefallen sein und Albemarle hält sie möglicherweise für „nicht nachhaltig“, doch Exxon gibt seine Pläne zur Lithium-Expansion nicht auf, sagte der globale Lithium-Geschäftsmanager von Exxon in einem Bloomberg-Interview.
Die Lithiumlieferanten haben ihre Ausgaben und sogar ihre Produktion eingeschränkt, da eine nachlassende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen mit der Inbetriebnahme neuer Lithiumminen zusammenfiel. Die Preise liegen um bis zu 80 % unter den Rekordhöchstständen von 2022, aber Exxon besteht darauf, dass seine Zukunft im Lithiumbereich rosig ist.
„Wir beobachten eine Verdoppelung der Bemühungen der Kunden, mit uns in Kontakt zu treten und auf den höchsten Ebenen des Konzerns einzusteigen“, sagte Patrick Howarth, Global Business Manager für Lithium bei Exxon, diese Woche am Rande einer Branchenveranstaltung gegenüber Bloomberg. Er fügte hinzu, dass potenzielle Kunden „ihre Bedarfsprognose ändern, aber durchgängig davon ausgehen, dass sie mehr Lithium benötigen, als sie heute haben.“
Exxons Pläne, in den Lithiumsektor einzusteigen, kamen zu einer Zeit, als die Preise für Batteriemetalle ins Unermessliche stiegen. Seitdem sind die Lithiumpreise in den Keller gestürzt.
Exxons Pläne sehen insbesondere die Gewinnung von Lithium aus unterirdischen Salzwasserreservoirs in der Smackover-Formation in Arkansas vor. Dabei wird eine Methode eingesetzt, die derzeit nicht in großem Maßstab angewendet wird. Zwar haben sinkende Lithiumpreise die Rentabilität einiger Lithiumprojekte unrentabel gemacht, doch Exxon lässt sich nicht beirren und verfügt über tiefe Taschen voller Ölgeld.
Laut Howarth könnte Exxons finanzielle Stärke genau das sein, was das Unternehmen von anderen Unternehmen unterscheidet und es ihm ermöglicht, Preisschwankungen standzuhalten, während es seine Methoden verfeinert und seine Lithiumprojekte abschließt. Andere Akteure im Lithiumsektor verfügen über weniger Mittel, um einen deutlichen Abschwung wie den, den wir derzeit erleben, zu überstehen.
Exxon prognostiziert, dass das Unternehmen bis 2030 zu den zehn größten Lithiumproduzenten der Welt gehören wird.